Corona-Pandemie: Kita-Schließungen waren laut Studie unnötig

Stand: 02.11.2022 17:17

Kinder sind besonders von der Corona-Pandemie betroffen. Manchmal wurden Schulen und Kindertagesstätten geschlossen und Kinder fühlten sich isoliert. Eine Studie kam nun zu dem Schluss, dass die Betreuung in der Tagespflege unnötig war.

Von Vera Wolfskampf, ARD-Hauptstadtstudio

Die Zahl der Corona-Fälle geht jetzt zurück. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sieht darin nur eine Erleichterung: „Der kommende Corona-Winter wird wieder eine Herausforderung für Familien und Kinder. Leider ist es nicht so, als wäre die Pandemie vorbei.“

Vera Wolffight

„Kitas waren keine Infektionsherde“

Aber zumindest eines müssen sich Eltern keine Sorgen machen: Dass Kitas wieder flächendeckend schließen müssen. Da das die „Corona-Kita-Studie“ eindeutig gezeigt habe, sagt der SPD-Minister: „Die Kitas waren keine Infektionsherde. Daher muss man sagen – nach heutigem Kenntnisstand – kann man eindeutig sagen, dass eine Schließung der Kitas bei Tagespflege nicht notwendig war.“ Beginn des Pandemiejahres.”

Stattdessen waren sie eine enorme Belastung für Kinder und ihre Eltern – so das Fazit der Studie. Zwei Jahre lang haben das Robert-Koch-Institut und das Deutsche Jugendinstitut daran gearbeitet. Jede Woche infizieren sich mehr als 5000 Kitas mit dem Coronavirus. Es wurden Befragungen von Kita-Leitungen, Kindern und Eltern sowie Vor-Ort-Befragungen durchgeführt.

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Aus den Ergebnissen leitet Gesundheitsminister Lauterbach ab, was in diesem Winter helfen kann: „Kontakt reduzieren ist sinnvoll, kleine Gruppen aufbauen, Muskeln für Erwachsene und Luft – alles ist wichtig.“

Kinder aus sozial behinderten Familien

Noch größer ist die Aufgabe, sich den Folgen der Pandemie für Kinder und Jugendliche zu stellen. Die Hälfte der Kita-Leiterinnen und Kita-Leiterinnen sind der Meinung, dass mehr Unterstützung für Kinder benötigt wird. Bundesfamilienministerin Lisa Paus erklärt, dass alle, die ohnehin schon in Schwierigkeiten sind, besonders betroffen seien: „Betreuungseinrichtungen mit vielen Kindern aus sozial benachteiligten Familien brauchen jetzt fast doppelt so viel an sprachlicher, motorischer und sozialer wie emotionaler Entwicklung wie früher die Pandemie.”

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Depressionen, Angst- und Essstörungen

Auch der psychische Zustand der Hälfte der Kinder und Jugendlichen hat sich verschlechtert. Grünen-Politiker Paus sagt, bei Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen im sozialen Bereich seien es zwei Drittel. „Die drei häufigsten psychischen Erkrankungen im Zusammenhang mit Corona bei Kindern und Jugendlichen sind Depressionen, Angstzustände und Essstörungen.“

Dagegen muss die Politik vorgehen. Die Bundesregierung will die „Nummer gegen Angst“ stärken und mehr Projekte für Sport, Kultur und Gesundheit entwickeln. Auch die Zahl der Behandlungsplätze wird erhöht. Man müsse verhindern, sagt die Familienministerin, dass ein Teil einer ganzen Generation zurückbleibe.

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