Die Buchhandlung “papierschmitt” in der Innenstadt von Bad Neustadt schließt Ende 2022

Über die Schließung des Gebäudes „Papirschmidt am Rathaus“ wurde gemunkelt und gemunkelt, doch jetzt legt der Inhaber des Buch- und Handelshauses, Jürgen Schmitt, seine Karten auf den Tisch. „Ja, wir schließen das Geschäft in der Spörleinstraße, das Haus steht zum Verkauf“, sagte der gelernte Jurist der Redaktion.

Gründe für die Schließung von „Paperschmidt“ gibt es viele.

„Die Gründe dafür sind vielfältig, aber sie liegen auf der Hand: die Corona-Lockdowns, die Kosten-, Personal- und Energieprobleme, die seit Kriegsbeginn anhaltende Kaufzurückhaltung in der Ukraine, der stetig wachsende Online-Handel und die daraus resultierenden . Ständig sinkende Kundenfrequenz – Sie verlieren nicht nur viel Geld, sondern auch Ihre Motivation“, erklärt Schmitt. Hinzu kommt das Problem der Nachfolge, da weder in der Familie noch bei den Mitarbeitern eine Lösung zur Fortführung des Unternehmens gefunden wurde.

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Übrigens ein Unternehmen in fünfter Generation: Bereits 1861 eröffnete Michael Schmidt das erste Geschäft für Bücher und Schreibwaren in Melrichstadt, sein Sohn Joseph zog nach Bad Neustadt und übergab das Geschäft 1930 an seinen Sohn. Alois, der Großvater des im Zweiten Weltkrieg gefallenen jetzigen Inhabers Jürgen Schmitt.

Die Witwe Betty Schmidt gründete 1949 mit ihren beiden Söhnen Clemens und Gunther Schmidt die „Papierschmidt“ OG, das erste Firmenfahrzeug wurde angeschafft und die ersten Außendienstmitarbeiter kümmerten sich um den inzwischen stetig wachsenden Kundenstamm. 1964 folgte der Büroneubau in der Spörleinstraße, 1985 eine gründliche Renovierung und 1994 die letzte Renovierung des „Bücherhauses im Rathaus“, das Jürgen Schmitt 2006 gemeinsam mit seiner Frau Bärbel And von seinen Eltern Maria und Günter übernahm gelingt es heute noch.

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„Papierschmidt“-Läden in Salz und Schweinfurt sind nicht betroffen

Gleichzeitig wurde 1976 der Großhandel „Papirschmidt“ in Salz gegründet, dem 1995 ein kompletter Neubau unter der Leitung von Gunter und Marias anderem Sohn Thomas Schmidt folgte. Das gelang ihnen aber auch in Schweinfurt. Ginters Bruder Clemens eröffnete dort 1972 seine eigene „Papierschmiede“, die er 2003 an seinen Sohn Michael übergab.

„Die beiden eigenständigen Unternehmen Papierschmitt GmbH in Salz und Papierschmitt eK in Schweinfurt sind von der Schließung nicht betroffen und werden sich weiterhin erfolgreich behaupten“, betont Jürgen Schmitt, „aber das große Haus in der Spörleinstraße mit all seinen Wohn- und Gewerbeflächen und A viele Treppen über mehrere Stockwerke – das macht einfach keinen Sinn mehr. Deshalb möchte ich mich in Zukunft wieder voll und ganz auf meine Arbeit als Rechtsanwalt konzentrieren.”

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In den letzten Wochen des Jahres will das Unternehmerehepaar Bärbel und Jürgen Schmitt nun die letzten Bestände zu ihren Kunden bringen. „Wir werden sehen, wie das Weihnachtsgeschäft läuft und was bis dahin von der Ware übrig ist. Dann entscheiden wir, wann wir tatsächlich zum letzten Mal den Schlüssel umdrehen“, sagt Jürgen Schmidt. Dankbar ist er jedenfalls für seinen großen Kundenstamm, der ihm seit Jahrzehnten die Treue hält.



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