Eröffnung der Dauner Fototage im Forum


eine Folge von Ereignissen
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Die Dauner Fototage haben begonnen: die Lust, in Grönland zu wandern

Am Samstagabend der 14. Dauner Fototage begeisterte der Österreicher Hans Thurner das Publikum im ausverkauften Forum Daun mit Einblicken in das Leben auf der größten Insel der Welt.

In der Eifel hat es geschneit. Das Thermometer in Daun zeigt am Samstagabend minus zwei Grad Celsius. Das hierzulande als frostig empfundene Wetter, das zu chaotischen Verkehrsverhältnissen führt, würde den Bewohnern Grönlands nur ein müdes Lächeln entlocken. Im Winter sind die Inuit Temperaturen von oft unter minus 20 Grad gewöhnt. Und es gibt kein Chaos auf der Straße, weil es außerhalb kleiner Siedlungen keine Straßen gibt.

Diese und viele weitere spannende Einblicke in das Leben der Menschen auf der größten Insel der Erde zeigte Hans Thurner in seiner spektakulären Multivisionsshow am Samstag im Dauner Forum. Mit seinem Vortrag „Grönland – mächtig, erstaunlich, mystisch“ gab Thurner einen faszinierenden Einblick in die eisige Welt, in der das Glück zu siegen scheint. Das sagen zumindest die Bilder von Landschaft und Menschen.

Für Hans Nieder, der die Dauner Fototage bereits zum 14. Mal veranstaltet, war es ein ganz besonderer Abend. Seine Schwiegertochter Laali Lyberth ist Grönländerin. In seinen Begrüßungsworten erzählt Nieder begeistert von seiner ersten Reise in die Hauptstadt Nuuk, wo er seine neugeborene Enkelin Nivikka abholte. Die heute 10-Jährige eröffnete den Vortragsabend zusammen mit ihrer Mutter auf ungewöhnliche Weise: Die beiden führten einen traditionellen grönländischen Trommeltanz auf, der den Abend sehr bewegend einleitete.

Hans Thurner hat uns seine Abenteuer und Erlebnisse auf seiner Reise durch das „grüne Land“, wie Grönland übersetzt wird, auf absolut erstaunliche Weise vermittelt. Der südliche Teil der Insel ist eigentlich grün und bietet Bedingungen für den Anbau von Gemüse und Ackerland.

Grönland fasziniert Thurner seit seiner ersten Reise. Ihn faszinieren die Weite, die Ruhe, die raue Natur und vor allem die Stille.

Vor allem bewegten ihn Begegnungen mit Menschen, die Thurner als äußerst zurückhaltend bezeichnete. Die Inuit, wie sie sich selbst nennen, was „Menschen“ bedeutet, sind sehr gastfreundliche Menschen. Mit ihnen erlebte Thurner Disconächte mit tanzenden Einheimischen und die ostgrönländische Fußballmeisterschaft. Er lernte grönländische Künstler kennen und begegnete ständig dem Trommeltanz, der zur Unterhaltung diente. Früher diente es auch zur Streitbeilegung.

Aufs Land reiste Thurner meist im Sommer, wenn es nie dunkel wird und besonders die Nächte ein wunderbares Farbenspiel bieten. Den ganzen Tag auf einem Eisberg zu verbringen, gehört für ihn zu den unvergesslichsten Erlebnissen. Zwei Stunden lang sprach der Österreicher über Grönland. Fotos und Videosequenzen wurden von Musik zeitgenössischer grönländischer Künstler begleitet. Man möchte ihm noch zwei Stunden zuhören. Zumindest am Ende des Abends hatte das Publikum das Gefühl, die Grönländer zumindest ein wenig kennengelernt zu haben.


Traditionelle grönländische Trommeln.

Traditionelle grönländische Trommeln.
Foto: Susanne Stumm

Die Dauner Fototage inspirieren jedes Jahr zu neuen Vorträgen und locken viele Zuschauer in die Kreisstadt. Was zu Beginn des neuen Jahrtausends relativ klein als Diashow begann, hat sich im Laufe der Jahre zu einem renommierten Fotofestival entwickelt. Hans Nieder muss nicht mehr nach Lautsprechern suchen. Berühmte Abenteurer wenden sich selbst an Nieder und kommen gerne zu einem Vortrag ins Dauner Forum. Das große Interesse zeigt, dass die Dauner Fototage über die Region hinaus strahlen und die Dauner Kulturszene maßgeblich bereichern. Auch der Vortrag von Hans Thurner über seine Reisen nach Nepal am Sonntagnachmittag war restlos ausverkauft.

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