Kinder laden Autoren ein, deren Bücher ihnen gefallen

Die Literarische Initiative Berlin fördert das Lesen und Buchgespräche an 34 Berliner Schulen. Am Samstag gibt sie eine große Party.

Lesung beim Literaturfest mit Sabine Ludwig

Lesung beim Literaturfest mit Sabine LudwigLiterarische Initiative Berlin

Wenn die Villa Schwartzsche am S- und U-Bahnhof Steglitz am Samstag voller Kinder und Jugendlicher ist, sind nicht wenige von ihnen unter den Gastgebern. Vom späten Vormittag bis zum frühen Abend finden dort die Steglitzer Literaturtage statt. Der Stadtteil hat nur in seinem Namen Tradition. Als die Kinder 2002 zum ersten Mal die von ihnen eingeladenen Schriftsteller begrüßten, war noch nicht abzusehen, dass etwas Regelmäßiges entstehen würde, das sich über die ganze Stadt ausbreiten würde.

Sabine Ludwig, Zoran Drvenkar, Holly-Jane Rahlens, Ute Krause und neun weitere Autoren werden an diesem Samstag lesen, sie werden von Lesern empfangen, die ihre Bücher kennen, und junge Kenner werden sie auf der Bühne präsentieren. 150 Kinder und Jugendliche beteiligen sich an dem Festival, sagt Birgit Murke, Leiterin der Berliner Literarischen Initiative. Sie sind Moderatoren und Gast-Follower oder stellen eigene Buchempfehlungen vor. Murke und ihre Kollegen bleiben im Hintergrund.

Wovon viele träumen

Das Festival ist der Höhepunkt einer einjährigen Arbeit mit dem Buch. Derzeit bietet die Initiative Workshops, Literaturkurse und Leseklubs für rund zweitausend Schüler an 34 Grundschulen und mehreren weiterführenden Schulen an. Was hier passiert, ist das, wovon alle träumen, die darüber klagen, dass junge Menschen den Bezug zur Literatur verlieren: Sie lesen gemeinsam und sprechen über Bücher und ihre Helden.

Birgit Murke erzählt uns am Telefon, dass sie vor der Corona-Pandemie noch mehr Kinder und Jugendliche erreicht haben. Die Zeit der Schließungen und des Wechselunterrichts verdrängte alles, was nicht Pflichtlehrplan war, aus den Schulen. Zu einigen ging der Kontakt verloren, andere kamen hinzu, etwa durch Online-Kurse oder Workshops. Da sich die literarische Initiative vom Südwesten Berlins über Hellersdorf, Spandau, Reinickendorf und Bohnsdorf ausbreitete, stellte sich auch die Frage der Finanzierung. Die Literarische Initiative ist als Bildungseinrichtung anerkannt; Die Mitgliedschaft in Leseklubs kann mit Bildungsgutscheinen bezahlt werden.

Auch Lesen :  Antonia klärt Gerücht um ihre Brüste auf

Die Vorbereitungen für das Festival beginnen im März, eigentlich mit der Leipziger Buchmesse. Allerdings wurde sie während der Corona-Zeit dreimal abgesagt. Für 2023 ist eine weitere Reise nach Leipzig geplant, vorbereitet, damit jedes Kind einen Termin am Verlagsstand hat und sich mit aktuellen Titeln vertraut machen kann. Aus diesen Begegnungen ergibt sich ein erster grober Rahmen: Welche Bücher versprechen spannend zu werden? Welche Autoren können in Berlin auftreten?

Literaturfest, 26. November ab 11:30 Uhr, Schwartzsche Villa, Grunewaldstraße 55. Karten für Erwachsene 12 Euro, für Kinder 8 Euro.

Source

Leave a Reply

Your email address will not be published.

In Verbindung stehende Artikel

Back to top button