Polizist getötet: Terrorverdacht nach Messerangriff in Brüssel

Stand: 11.11.2022 09:06 Uhr

Ein Mann hat in der belgischen Hauptstadt Brüssel zwei Polizisten mit einem Messer angegriffen und einen Beamten getötet. Der mutmaßliche Verdächtige wurde festgenommen und die Staatsanwaltschaft für Terrorismusbekämpfung leitete Ermittlungen ein.

Die belgische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft ermittelt nach einem tödlichen Messerangriff auf einen Polizisten in Brüssel. Ein Sprecher der belgischen Hauptstadt sagte, die Behörden hätten die Ermittlungen wegen des Verdachts auf einen möglichen Terroranschlag aufgenommen. Der Angreifer griff zwei Streifenpolizisten mit einem Messer an und ein Polizist starb.

Laut belgischen Medienberichten haben die Angeklagten am Abend Streifenpolizisten in der Nähe des Bahnhofs Gare du Nord niedergestochen. Ein zur Verstärkung herbeigerufener Kollege habe den Angreifer erschossen und „handlungsunfähig gemacht“, berichtete die Nachrichtenagentur Belga. Der Angreifer wurde festgenommen und ins Krankenhaus eingeliefert.

Er soll „Allahu Akbar“ gerufen haben.

Belgischen Medienberichten zufolge rief der Angreifer die religiöse Formel „Allahu Akbar“. Dschihadisten und Salafisten verwenden den arabischen Ausdruck oft als eine Art Schlachtruf. Tatsächlich ist es eine zentrale religiöse Formel des Islam, die seit Jahrhunderten von Muslimen auf der ganzen Welt verwendet wird.

Die Tageszeitung „Het Laatste Nieuws“ berichtete, der Verdächtige sei am Morgen zu einer Polizeiwache gegangen und habe davor gewarnt, einen Beamten zu töten. Im Zusammenhang mit dem Verbrechen bestätigte die Staatsanwaltschaft, dass ein Mann gestern Morgen seine Absicht angekündigt hatte, die Polizei auf einer Polizeiwache anzugreifen. Die Person wurde in eine psychiatrische Abteilung gebracht und dort dem Personal übergeben. Als sich die Behörden später erneut bei der Einrichtung meldeten, stellte sich heraus, dass der Mann das Krankenhaus wieder verlassen hatte.

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Innenminister Verlinden: „Diese Gewalt ist inakzeptabel“

Der belgische Premierminister Alexandre de Crewe sprach den Angehörigen des getöteten Offiziers sein Beileid aus. „Unsere Polizisten riskieren jeden Tag ihr Leben, um die Sicherheit unserer Bürger zu gewährleisten. Die heutige Tragödie beweist dies einmal mehr“, sagte er. „Meine Gedanken sind bei der Familie und den Freunden des verstorbenen Offiziers“, schrieb De Crewe auf Twitter. Er hofft, dass es dem anderen Beamten, der ins Krankenhaus gebracht wurde, gut geht.

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Diese Gewalt sei inakzeptabel, schrieb die belgische Innenministerin Anneliese Verlinden auf Twitter. Sie unterhält enge Beziehungen zur Polizei und zu Bürgermeister Philip Claus. Er beschrieb den Vorfall als unerträgliche Tragödie. Die Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metzola, schrieb, sie sei schockiert über die Tötung eines diensthabenden Polizisten.

Im Rahmen einer Anti-Terror-Ermittlung ist in Brüssel ein Polizist bei einem Messerangriff ums Leben gekommen

Holger Beckmann, WDR Brüssel, 11.11.2022 8:33 Uhr

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