Reihe „Zukunft der Region“: Experten sehen riesige Investitionslücke – Wirtschaft

STZ-Chefredakteur Joachim Dorfs (2. von links) diskutiert mit Landesfinanzminister Daniel Bayaz (Grüne), IHK-Hauptgeschäftsführerin Susanne Herre und Marcus Berret, Global Managing Director der Unternehmensberatung Roland Berger.  Foto: LICHGUT/Max Kovalenko

STZ-Chefredakteur Joachim Dorfs (2. von links) diskutiert mit Landesfinanzminister Daniel Bayaz (Grüne), IHK-Hauptgeschäftsführerin Susanne Herre und Marcus Berret, Global Managing Director der Unternehmensberatung Roland Berger. Foto: LICHGUT/Max Kovalenko

Teilnehmer einer STZ-Podiumsdiskussion sehen dem Land schwere Zeiten bevor. Sie schließen auch kein Gerät aus, das im Geschäftsleben eigentlich recht unbeliebt ist.

Die deutsche Wirtschaft wird laut Wirtschaftsexperten noch lange brauchen, um sich von der aktuellen Krise zu erholen. „Deutschland wird als letzte der großen Wirtschaftsnationen wieder auf das Vorkrisenniveau zurückkehren“, sagte Marcus Berret, Global Managing Director der Unternehmensberatung Roland Berger, bei einer Podiumsdiskussion der Stuttgarter Zeitung, Roland Berger und der L-Bank . . Das werde aber erst Ende 2024 der Fall sein, prognostizierte er. “Wir haben ganze fünf Jahre verloren.” Bei der Veranstaltung am Donnerstagabend diskutierte STZ-Chefredakteur Joachim Dorfs mit Landesfinanzminister Daniel Bayaz (Grüne), Susanne Herre, der Hauptgeschäftsführerin der IHK Region Stuttgart, und Marcus Berret, der das Auslandsgeschäft von Roland Berger leitet wie das Land diese Krise überstehen wird.

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Ohne Milliardeninvestitionen geht es laut Burrett auf Dauer nicht. „Wir haben zwei Jahrzehnte nicht über unsere Verhältnisse gelebt, aber definitiv unter unseren Verhältnissen investiert.“ Er sieht eine Investitionslücke im Bereich von 500 bis 700 Milliarden Euro, die als „strukturelle Drehscheibe“ notwendig seien – auf Seiten der Unternehmen, aber auch auf Seiten des Staates. Solche Investitionen, räumte Barrett ein, würden ohne eine gewisse Umverteilung nicht stattfinden. Gleichzeitig betonte er: “Ich bin weit davon entfernt, ein Steuerfanatiker zu sein.”

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Finanzminister Daniel Bayaz nannte es “die Quadratur des Kreises”: “Bronze Leute, investiert und haltet das Geld ein wenig zusammen.” Er betonte, dass die Hilfen gegen die hohen Energiepreise zielgerichtet sein sollten. In der Pandemie wird Geld in alles gesteckt. “Wir haben uns so eine Rechtfertigungshaltung zunutze gemacht: Wir werden die Krise mit viel Geld lösen.” Aber der Staat wird nicht alles kompensieren können. „Endlich kommt die Rechnung an“, sagte er. In der aktuellen Krise hält er Steuererhöhungen jedoch für unproblematisch. Der Sachverständigenrat hat sich jüngst für eine Anhebung der Spitzensteuersätze ausgesprochen, auch um die öffentlichen Finanzen zu schonen.

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IHK-Chef fordert schnelle Hilfe

Die neue YHK-Geschäftsführerin sagte, sie hege eine gewisse Sympathie für eine harte Finanzpolitik in der Krise. “Was mich am meisten beschäftigt, ist, wer das alles bezahlen wird.” Natürlich steht die Industrie- und Handelskammer für niedrige Steuern. Aber sie fragt sich, ob sie mit dieser Einstellung ihre Karriere durchstehen kann. Gleichzeitig begrüßte sie die aktuellen staatlichen Hilfen. Wichtig ist, dass sie einfach, rechtssicher und schnell sind. „Es ist der 17. November – und am 1. Januar dürfte auch der eine oder andere eine Perspektive haben.“



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