Verkehr – Hofheim am Taunus – Mehr Fahrten und neuartige Züge zum Fahrplanwechsel – Wirtschaft

Hofheim/Kassel (dpa/lhe) – Nach Fahrten auf mehreren Linien und dem Einsatz von wasserstoffbetriebenen Zügen im Taunus: Zum Fahrplanwechsel am kommenden Sonntag (11. Dezember) bieten die Verkehrsverbünde in Hessen Fahrgästen Verbesserungen an. Zugverbindungen aus dem Süden nach Frankfurt werden ausgebaut, wie der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) mitteilt. Zusätzlich werden Busse eingesetzt. Der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) wirbt mit weiteren Angeboten in den Kreisen Kassel und Waldeck-Frankenberg. Anfang des Jahres werden allerdings viele Bus- und Bahnfahrten noch teurer – bevor 2023 das „Deutschland-Ticket“ kommen soll.

Der Einsatz der neuen Wasserstoffzüge im Taunus wird aufgrund von Lieferschwierigkeiten schrittweise beginnen, wie der RMV mitteilte. Das erfordert von den Fahrgästen auf der RB 15 (Frankfurt – Bad Hamburg – Brandenburg) Geduld, denn neben den bereits ausgelieferten Neuzügen kommen auch einige zum Einsatz, die nicht für den Tunnel bei Brandenburg zugelassen sind – Fahrgäste müssten also Zum Umsteigen in Grävenwiesbach wird in Einzelfällen ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

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Insgesamt hat der RMV 27 Wasserstoffzüge bestellt, die bis zum Frühjahr 2023 sukzessive auf den Linien RB11 (Frankfurt-Hachst – Bad Soden), RB 12 (Frankfurt – Königstein) und RB16 (Bad Hamburg – Friedberg) emissionsfrei fahren sollen. So sollen Dieselzüge ersetzt werden.

Auf der Odenwaldbahn soll es laut Mitteilung zusätzliche Zugfahrten von und nach Frankfurt geben. Auf der Linie RB 82 (Eberbach – Erbach – Frankfurt) verkehren stündlich Züge zwischen Erbach und Frankfurt, sowie auf der Linie RB 85 zwischen Babenhausen und Frankfurt. Dazu kommt eine Fahrt mit der RB 21 von Niederhausen nach Wiesbaden am Vormittag und eine dritte Direktverbindung von Wiesbaden nach Limburg am Nachmittag. Die RB 48 (Nida – Friedberg – Frankfurt) bekommt ein paar Fahrten mehr im Pendel- und Schulungsverkehr. Auch die Schnellbuslinien X95 (Enkheim – Büdingen) und X35 (Marburg – Alsfeld) werden verstärkt.

Generell hält der RMV an seinem bisherigen Angebot fest, erklärt Geschäftsführer Knut Ringat: „Während andernorts in Deutschland über inflationsbedingte Kündigungen und hohe Energiekosten diskutiert wird, halten wir am Status quo fest und können zeitweise sogar Mehrfachfahrten anbieten.“ Der NVV betonte auch, trotz der schwierigen Situation im Busverkehr mehr Verbindungen und neue Fahrzeuge anbieten zu können.

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Der Stundentakt „jedes Dorf – jede Stunde“ werde fortgesetzt, erklärte der NWV. Der Schwerpunkt liegt auf den Landkreisen Kassel und Waldeck-Frankenberg. Dort profitieren Fahrgäste von 45 Prozent mehr Bussen rund um Bad Arolsen, Diemelsee, Korbach und Willingen. Zwischen Ahne und Fulda im Kreis Kassel sind es 25 Prozent mehr.

Auf den meisten Buslinien gibt es mindestens eine stündliche Verbindung. „Ziel im Landkreis Waldeck-Frankenberg war es, das Gebiet mit optimierten Bahn- und Busverbindungen besser zu erschließen und damit den Bedürfnissen des Freizeitverkehrs in einer der wichtigsten Tourismusregionen Hessens besonders Rechnung zu tragen“, so der NVV.

Fahrgäste im Zugverkehr müssten sich von April bis Ende 2023 auf Einschränkungen wegen Bauarbeiten auf der ICE-Strecke Kassel-Fulda einstellen, hatte der Verband zuvor gewarnt. Der Fernverkehr wird auf Nahverkehrsstrecken umgeleitet. Die Folge seien „erhebliche Änderungen für die Linien zwischen Kassel, Fulda, Bad Wildungen und Frankfurt“.

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Ab dem 1. Januar wird es für viele Fahrgäste zunächst teurer. Laut einer Sprecherin werden die Preise im NW-Gebiet um durchschnittlich 1,5 Prozent steigen. Ein RMV-Sprecher kündigte zudem an, dass die Fahrpreise für Fahrgäste regelmäßig um durchschnittlich 1,5 Prozent steigen werden. Das liegt deutlich unter der Inflationsrate. Außerdem gäbe es neue Lohnangebote, über die die Gewerkschaft noch Auskunft geben werde.

Im neuen Jahr kommt das „Deutschland-Ticket“ für Busse und Bahnen im Nahverkehr zum Einführungspreis von 49 Euro im Monat und knüpft an das beliebte 9-Euro-Ticket des Sommers an. Der Starttermin ist noch offen, die Länder peilen den 1. April an.

© dpa-infocom, dpa:221209-99-836185/2

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