Warten auf US-Daten: Börse wie gelähmt


Marktbericht

Stand: 23.11.2022 16:55 Uhr

Unsicherheit über den zukünftigen Zinssatz der USA. es. Die Federal Reserve macht die Anleger weiterhin vorsichtig. Auch die Wall Street wartet gespannt auf neue Daten.

Anleger haben heute eine ähnliche Meinung wie in der ganzen Woche. Der DAX notiert nahezu unverändert mit der Marke von 14.400 auf hohem Niveau, während Anleger auf neue Impulse warten. Diese könnten später am Abend aus Amerika kommen, wenn das Protokoll der Zinssitzung der Federal Reserve (Fed) veröffentlicht wird.

„Oft ist es nicht der Inhalt der Minute, sondern die subtilen Veränderungen, die die Investoren begeistern“, sagt Craig Orlam von Broker Orlando. Generell rechnet die US-Notenbank mit einem langsameren Tempo an den Börsen. Dennoch dürften die Zinsen höher sein, um die Inflation weiter zu bekämpfen“, sagte Marktanalyst Christian Henke vom Broker IG.

Update Wirtschaft vom 23.11.2022

Anne-Catherine Beck, HR 23.11.2022 10:51 Uhr

Wall Street am Anfang etwas höher

Auch die Anleger in New York warten auf das Fed-Protokoll. Hinzu kommt ein verlängertes Wochenende: Am Donnerstag pausiert der amerikanische Handel am Feiertag „Thanksgiving“. Viele Anleger nutzen dies und den darauffolgenden „Black Friday“ für eine längere Pause.

Derweil knüpft die Börse im Frühgeschäft an die Erholung vom Vortag an und steigt weiter an. Der Leitindex Dow Jones stieg um rund 0,3 Prozent, der technologielastige Nasdaq um rund 0,8 Prozent.

Am Tag zuvor hatte der Dow erstmals seit drei Monaten wieder die Hürde von 34.000 Punkten genommen. Mit der Rally von rund 19 Prozent seit Mitte Oktober warten die Anleger darauf, dass die Fed bei der nächsten Zinssitzung Mitte Dezember ihr rasantes Straffungstempo etwas drosselt. „Das Risiko für die Märkte besteht darin, dass die Währungsbehörden weniger restriktiv sind als erwartet“, sagte ein Marktbeobachter. Dies kann dazu führen, dass die Auswirkungen zukünftiger Zinserhöhungen neu beurteilt werden müssen.

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Industrie mit Auftragssteigerung

Inzwischen muss die Börse eine ganze Reihe weiterer US-Aktien verarbeiten. es. Wirtschaftsdaten. Die Branche hat im Oktober überraschend viele Aufträge erhalten. Die Bestellungen für langlebige Güter wie Flugzeuge und Maschinen stiegen im Monatsvergleich um 1,0 Prozent, teilte das Handelsministerium heute in Washington mit. Experten hatten nur noch mit einem Plus von 0,4 Prozent gerechnet, nach einem Plus von 0,3 Prozent im September.

„Das ist ein Zeichen für die anhaltende Investitionstätigkeit der Unternehmen“, kommentiert Helaba-Ökonom Ralfsirkul den anhaltenden Aufwärtstrend. „Unabhängig von der Stimmungseintrübung, die in den letzten Monaten auch im verarbeitenden Gewerbe zu beobachten war, scheint die Branche weiter zu wachsen.“

Unerwartete Anzahl von Erstanträgen

Die Situation in den USA es. Der Arbeitsmarkt hat sich in der vergangenen Woche unerwartet deutlich verschlechtert. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sei um 17.000 auf 240.000 gestiegen, teilte das Arbeitsministerium mit. Analysten hatten nur 225.000 Anträge erwartet, gegenüber 223.000 in der Woche zuvor. Aufgrund des Thanksgiving-Feiertags am Donnerstag wurden die Daten einen Tag früher als üblich veröffentlicht.

Deutsche Wirtschaft hält bergab

Aus der deutschen Wirtschaft kamen am Morgen ermutigende Daten. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft – Industrie und Dienstleistungen zusammen – stieg um 1,3 auf 46,4 Punkte. Das teilte der Finanzdienstleister S&P Global mit. Dennoch blieb das an den Finanzmärkten viel beachtete Barometer den fünften Monat in Folge unter der 50er-Marke und signalisiert ab diesem Zeitpunkt Wachstum.

Euro immer noch in einem bullischen Modus

Die Aussicht auf eine Verschärfung des Zinsgefälles zwischen dem Dollar und dem Euro hilft der Gemeinschaftswährung, wieder auf die Parität mit dem Dollar zurückzufinden. Am Nachmittag weitet der Euro seine Gewinne aus, um bei 1,0365 $ gehandelt zu werden.

Ölpreis stabil

Der Ölpreis geriet am Nachmittag erheblich unter Druck. Entscheidend für die Preisentwicklung am Ölmarkt ist laut Experten derzeit Chinas Umgang mit der aktuellen Corona-Welle. Nach steigenden Infektionszahlen und neuen Todesfällen hat die politische Führung in einigen Metropolen ihr ohnehin schon strenges Tempo verschärft. Die Folge ist eine ständige Belastung der Wirtschaft und der Ölnachfrage.

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Laut einer EU Diplomat, die geplante G7-Preisobergrenze für russisches Öl könnte in der Größenordnung von 65 bis 70 Dollar pro Barrel liegen. Laut Börsenmaklern würde dies die Obergrenze über das aktuelle Kursniveau legen. Russisches Öl wird mit einem hohen Abschlag zum Weltmarktpreis verkauft.

Siemens Energy im DAX gefragt

Die Energietochter des Siemens-Konzerns, Siemens Energy, steht mit einem Plus von rund 2,5 Prozent an der Spitze des DAX. Auf der anderen Seite meiden Anleger Siemens Healthineers nach einem Downgrade. Die Aktien des Medizintechnikkonzerns rutschten mit einem Kursverlust von rund 3,0 Prozent auf das Schlusslicht des Index. Die Analysten von Jefferies haben die Aktie von einem früheren Kauf zurückgestellt. Angesichts des Personalmangels sowie höherer Finanzierungs- und Baukosten sind die Experten der Investmentbank beim Auftragswachstum im nächsten Jahr vorsichtig.

Tarifvertrag bei VW

VW-Aktien bauen ihre Verluste aus. Nach mehr als 16 Stunden “intensiver Verhandlungen” hat Volkswagen nach eigenen Angaben am frühen Mittwochmorgen eine Tarifvereinbarung über den Konzerntarifvertrag erzielt. Die IG Metall und der Wolfsburger Autobauer haben sich auf zweistufige Einkommenssteigerungen von 8,5 Prozent und eine Einmalzahlung von 3.000 Euro netto über zwei Jahre geeinigt.

Valneva kommt mit Impfklappe zurecht

Der französisch-österreichische Biotech-Konzern Valneva rechnet einem Medienbericht zufolge trotz der geringen Nachfrage nach seinem inaktivierten Corona-Impfstoff mit überschaubaren finanziellen Folgen. Die genauen Kosten seien noch offen, „aber es sind wahrscheinlich weniger als 20 Prozent aller Ausgaben, die wir rund um Covid gemacht haben“, sagte Vorstandschef Thomas Lingelbach der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Zudem ist noch unklar, ob Valneva am Ende mit roten oder schwarzen Zahlen aus der Covid-Impfstoffentwicklung aussteigen wird. Auf jeden Fall gäbe es keine finanziellen Probleme.

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SFC für Hauptauftrag angefordert

Nach dem größten Brennstoffzellen-Auftrag der Firmengeschichte steigt die Aktie von SFC Energy deutlich an. Der strategische Folgeauftrag von LiveView Technologies USA bestätigt die hohe Nachfrage nach Brennstoffzellen und bildet die Basis für die Zukunft USA es. Anwesenheit, so das Unternehmen.

Manchester United teilt einen Bauern?

Die Aktie des britischen Fußballklubs steigt im Londoner Handel um rund elf Prozent. Die Eigentümer von Manchester United erwägen einen Verkauf des englischen Premier-League-Klubs. Wie der Verband mitteilt, erwägt die Familie Glazer eine Fremdfinanzierung, um das Wachstum voranzutreiben. „Als Teil dieses Prozesses wird der Vorstand alle strategischen Alternativen in Betracht ziehen, einschließlich neuer Investitionen in den Club, eines Verkaufs oder anderer Transaktionen, die das Unternehmen betreffen.“ Die Ankündigung erfolgte rund vier Stunden nach der Bekanntgabe der Vertragsauflösung von Manchester United und Fußball-Superstar Cristiano Ronaldo.

Aktionäre der Credit Suisse genehmigen Kapitalerhöhung

Die Aktionäre der krisengeschüttelten Schweizer Bank haben einer Kapitalerhöhung zugestimmt. An einer ausserordentlichen Generalversammlung stimmten über 90 Prozent für die Bewirtschaftungspläne, wie die Credit Suisse mitteilt. Unter anderem schafft die Saudi National Bank of Saudi Arabia eine Beteiligung von rund 9,9 Prozent. Es handelt sich um ein Nachkaufangebot für bestehende Aktionäre. Generell sollen die neuen Aktien vier Milliarden Franken in die Kassen bringen. Mit diesem Rettungsplan will die Bank nach Milliardenverlusten aus der Krise kommen.

Auch HP plant Massenentlassungen

Die USA es. Für die Restrukturierung dürften Kosten und sonstige Aufwendungen von rund einer Milliarde Dollar anfallen, teilte das Unternehmen gestern Abend mit. Für das vierte Quartal kündigte HP einen Umsatzrückgang um elf Prozent auf 14,8 Milliarden US-Dollar an. Zuvor hatten andere Unternehmen der Technologiebranche wie Amazon und Meta Pläne angekündigt, Mitarbeiter aufgrund eines wahrscheinlichen wirtschaftlichen Abschwungs zu entlassen.

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