Zahlen präsentiert: Amazon-Aktie bricht nachbörslich an der NASDAQ massiv ein: Amazon enttäuscht bei Umsatz und Ausblick | Nachricht

Der weltgrößte Online-Händler Amazon rechnete angesichts gestiegener Inflation und Rezessionsängsten mit einem überraschend schwachen Weihnachtsgeschäft. Der Konzern erwartet im abgelaufenen Quartal Gewinne zwischen 140 und 148 Milliarden Dollar, wie die USA am Donnerstag mitteilten. Das entspricht für Amazon-Maßstäbe einem leichten Wachstum zwischen zwei und acht Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Analysten hatten deutlich mehr erwartet. Investoren ließen die Aktie in einer Reaktion nach Geschäftsschluss um mehr als 20 Prozent fallen.

Auch die Gewinnprognose sorgte für Enttäuschung. Amazon prognostizierte für die drei Monate bis Ende Dezember Einnahmen in einer sehr breiten Spanne von null bis 4,0 Milliarden US-Dollar. Im letzten dritten Quartal verdiente das Unternehmen 2,9 Milliarden Dollar, gut neun Prozent weniger als vor einem Jahr. Der Umsatz stieg zwar um 15 Prozent auf 127,1 Milliarden Dollar, blieb aber auch hinter den Markterwartungen zurück. Selbst die lukrative Cloud-Sparte von Amazon, die anderen Unternehmen Speicherplatz und Online-Dienste zur Verfügung stellt, ist nur langsam gewachsen.

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Amazon Web Services, das Flaggschiff des Cloud-Sektors, steigerte den Umsatz um 27 Prozent auf 20,5 Milliarden US-Dollar. Im Vorquartal lag das Wachstum noch bei knapp einem Drittel. Obwohl Amazon sagt, dass es seine Kosten angesichts des Inflationsdrucks auf Benzin, Energie und Transport strafft, wachsen die Ausgaben schneller als die Einnahmen. Im letzten Quartal stiegen die Betriebskosten um 18 Prozent auf 125 Milliarden US-Dollar. Zudem leidet Amazon – wie viele internationale US-Unternehmen – darunter.

Amazons Finanzvorstand Brian Olsavsky kündigte nach Vorlage der Quartalszahlen in einer Telefonkonferenz an, die Kosten weiter zu senken: „Wir ergreifen Maßnahmen, um den Gürtel enger zu schnallen“. In mehreren Geschäftsbereichen soll es Pachtpausen geben, zudem will das Unternehmen bestimmte Produkte und Dienstleistungen einstellen und Investitionen überprüfen. Sparmaßnahmen könnten jedoch das zuletzt relativ langsame Wachstum bremsen. Amazon tut sich – wie auch die anderen großen Tech-Konzerne – an der Börse bereits schwer, die Aktie ist seit Jahresbeginn um etwa ein Drittel gefallen. Wenn es am Freitag stark nach unten geht, könnte der Wert des Aktienmarktes unter die Billionen-Dollar-Marke fallen.

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Jefferies senkt Amazon-Ziel auf 135 $ – „Kaufen“

Das Analystenhaus Jefferies senkte das Kursziel für Amazon nach Quartalszahlen von 165 US-Dollar auf 135 US-Dollar, beließ das Rating aber auf „Kaufen“. Das Amazon-Schiff sei im aktuellen „Wirtschaftssturm“ beschädigt, aber nicht kaputt gegangen, schrieb Analyst Brent Till in einer am Freitag vorliegenden Studie. Allerdings reduzierte der Experte seine Umsatz- und Ergebnisprognose für 2023 um sieben beziehungsweise 35 Prozent.

RBC senkt Ziel für Amazon auf 135 US-Dollar – „übertreffen“

Die kanadische Bank RBC senkte das Kursziel für Amazon von 175 auf 135 US-Dollar. Die Ergebnisse des Online-Handelskonzerns seien eher schwach ausgefallen, schrieb Analyst Brad Erickson in einer am Freitag vorliegenden Studie. Zudem deutet der Ausblick für das vierte Quartal auf ein sich verschlechterndes konjunkturelles Umfeld hin. Der Experte reduzierte seine Prognosen.

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Amazon-Aktien sind in den USA tiefrot. es. Der nachbörsliche Handel an der Nasdaq fiel vorübergehend um 12,73 Prozent auf 96,84 $.

Redaktion finanzen.net / dpa-AFX

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